{"id":532,"date":"2020-11-01T22:18:51","date_gmt":"2020-11-01T21:18:51","guid":{"rendered":"https:\/\/tannenberg-allee.de\/?page_id=532"},"modified":"2025-10-12T06:23:58","modified_gmt":"2025-10-12T04:23:58","slug":"unser-garten-im-oktober","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/tannenberg-allee.de\/?page_id=532","title":{"rendered":"Unser Garten im Oktober"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Gladiolen- und Dahlienknollen einlagern<br><\/strong>Warten Sie mit dem Einlagern der Dahlienknollen ab, bis der erste Frost Bl\u00fcten und Bl\u00e4tter vernichtet hat. Je sp\u00e4ter die Knollen aus dem Boden geholt werden, desto sicherer \u00fcberwintern sie. Achten Sie darauf, dass die Knollen weder Sonne noch Wind ausgesetzt und gut abgetrocknet sind, bevor Sie sie in einem feuchten, k\u00fchlen Keller (5 \u00b0C) einlagern.<strong><br><br>Knoblauch<br><\/strong>Von Mitte des Monats an k\u00f6nnen Knoblauchzehen gesteckt werden. Dabei verwendet man so genannten Winterknoblauch, der gegen\u00fcber dem k\u00e4lteempfindlicheren Fr\u00fchjahrsknoblauch gr\u00f6\u00dfere Zwiebeln liefert. Knoblauch aus dem Gem\u00fcsegesch\u00e4ft ist f\u00fcr den Winteranbau nicht geeignet, denn dieser stammt meist aus S\u00fcdeuropa und ist wenig k\u00e4ltevertr\u00e4glich. Die Zehen werden etwa 5 Zentimeter tief in lockere, humose Erde gesteckt \u2013 mit einem Abstand von 10 Zentimetern und einem Reihenabstand von 30 Zentimetern. Im Mai sollte f\u00fcr eine ausreichende Bodenfeuchte gesorgt werden. Die Ernte erfolgt Ende Juli. Aber schon im Juni beginnt das Laub meist zu vergilben; dennoch sollten die Zwiebeln f\u00fcr eine gute Lagerf\u00e4higkeit noch im Boden verbleiben und gut ausreifen k\u00f6nnen. Bei Knoblauch wird eine weite Fruchtfolge von etwa vier bis f\u00fcnf Jahren empfohlen, auch zu anderen Zwiebel-Arten<strong>.<br><\/strong><br><strong>Im Gem\u00fcsegarten&#8230;<br><\/strong>&#8230; werden Kr\u00e4uter wie Petersilie, Zitronenmelisse, Schnittlauch, Pfefferminze, Salbei oder Thymian zum letzten Mal beerntet. Je nach Art und Verwendungszweck kann man die Kr\u00e4uter durch Trocknung oder Einfrieren haltbar machen. Schnittlauch kann man auch ausgraben, durchfrieren lassen und im Winter auf der Fensterbank zum Frischverzehr antreiben. Tomaten und K\u00fcrbisse werden nun in einen k\u00fchlen, aber frostfreien Raum geholt. Beide Arten reifen so langsam nach und k\u00f6nnen auch nach vielen Wochen gut verwendet werden. Kopfsalat, Kohlrabi und Blumenkohl m\u00fcssen vor dem ersten Frost geerntet werden. Leichte Fr\u00f6ste \u00fcberstehen sie aber auch unter sch\u00fctzender Folie. Ohne Folie kommen Wurzelgem\u00fcse, Wei\u00df- und Rotkohl sowie Wirsing aus. Frostharte Gem\u00fcsearten wie Rosenkohl, Gr\u00fcnkohl, Zuckerhutsalat und Porree k\u00f6nnen im Garten bleiben und je nach Bedarf beerntet werden.<br>Der Herbst ist die richtige Zeit, eine Bodenprobe zu entnehmen und den Boden auf seinen N\u00e4hrstoffgehalt hin untersuchen zu lassen. Das Ergebnis hilft im n\u00e4chsten Jahr bei der optimalen N\u00e4hrstoffversorgung des Bodens, spart D\u00fcnger und schont so Umwelt und Geldb\u00f6rse.<strong><br><br>Nistk\u00e4sten reinigen<br><\/strong>Wenn Sie im Garten Nistk\u00e4sten f\u00fcr V\u00f6gel aufgeh\u00e4ngt haben, ist jetzt ein g\u00fcnstiger Zeitpunkt, um sie zu reinigen. Gleich wieder aufgeh\u00e4ngt wird sie vielleicht manch ein gefiederter Gartenfreund als Winterbehausung nutzen. <br><br><strong>Quittenernte<\/strong><br>Wichtiges Kriterium f\u00fcr den Erntezeitpunkt von Quitten ist der vollzogene Farbumschlag der Schale von Gr\u00fcn nach Gelb und ein deutlicher R\u00fcckgang des Filz\u00fcberzuges. Generell sollten Quitten nicht zu sp\u00e4t geerntet werden, da sonst mit Fleischbr\u00e4une zu rechnen ist.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Raupenleimringe<\/strong><br>Die Frostspanner richten im Fr\u00fchjahr an Obstgeh\u00f6lzen (au\u00dfer Pfirsich) oft gro\u00dfen Schaden an. Die sehr gefr\u00e4\u00dfigen Raupen sind leicht an ihrer typischen Fortbewegung mit einem \u201eKatzenbuckel\u201c zu erkennen. Um im n\u00e4chsten Fr\u00fchjahr die Sch\u00e4den m\u00f6glichst gering zu halten, muss ab Oktober mit den ersten Ma\u00dfnahmen begonnen werden. In dieser Zeit fliegen die kleinen graubraunen m\u00e4nnlichen Falter durch die B\u00e4ume. Auch die flugunf\u00e4higen Weibchen sind unterwegs und versuchen am Stamm der B\u00e4ume empor zu kriechen, um an den Knospen ihre Eier abzulegen. Werden die Baumst\u00e4mme mit Leimringen (im Fachhandel erh\u00e4ltlich) umwickelt, bleiben die Weibchen daran h\u00e4ngen und sind an der Eiablage gehindert. Der Leimring muss ganz dicht anliegen, damit die Tiere nicht unter dem Ring am Stamm emporklettern k\u00f6nnen. Auch St\u00fctzpf\u00e4hle sind zu umwickeln. Die Leimringe m\u00fcssen sp\u00e4testens im Februar entfernt werden, weil ansonsten auch n\u00fctzliche Insekten, die am Stamm hochklettern, in die Falle gehen. Nach dem Abnehmen ist der Stamm unterhalb des Leimringes auf evtl. Eiablage zu kontrollieren und die Eigelege mit einer Drahtb\u00fcrste zu entfernen. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Zwiebel- und Knollenpflanzen setzen<\/strong><br>Noch bis in den Dezember hinein k\u00f6nnen nun Zwiebel- und Knollenpflanzen gesteckt werden, allerdings wurzeln sie am besten ein, wenn man sie sp\u00e4testens jetzt im Oktober setzt. Das gilt insbesondere f\u00fcr Narzissen, deren Zwiebeln sehr schnell austrocknen. Die richtige Pflanztiefe und der korrekte Pflanzabstand entspricht immer der doppelten Zwiebel- und Knollenh\u00f6he. Zwiebel- und Knollenpflanzen erfreuen nicht nur die G\u00e4rtnerin bzw. den G\u00e4rtner im Sp\u00e4twinter und zeitigen Fr\u00fchjahr, sondern verl\u00e4ngern auch das Nahrungsangebot f\u00fcr Insekten nach vorn.<br>Bitte achtet grunds\u00e4tzlich darauf, \u00fcberwiegend offene Bl\u00fcten zu w\u00e4hlen, da Insekten mit gef\u00fcllten Tulpen und Co. nichts anfangen k\u00f6nnen.<br><br><strong>N\u00fctzlinge f\u00f6rdern durch Winterquartiere<\/strong> <br>Der Herbst ist die ideale Zeit, um N\u00fctzlinge zu f\u00f6rdern. Bereits kleine Ma\u00dfnahmen liefern dabei einen wichtigen Beitrag: So sollte man Stauden jetzt nicht zur\u00fcckschneiden, sondern grunds\u00e4tzlich bis Anfang M\u00e4rz stehen lassen, um den N\u00fctzlingen in den vertrockneten Bl\u00fcten- und Fruchtst\u00e4nden sowie Pflanzenst\u00e4ngeln ein sicheres Winterquartier inkl. Nahrungsangebot zu bieten. In mit Stroh bef\u00fcllten, umgedrehten Blument\u00f6pfen finden Ohrw\u00fcrmer (umgangssprachlich Ohrenkneifer) Unterschlupf. Diese sind neben Marienk\u00e4fern wichtige Gegenspieler der Blattl\u00e4use. Totholz-, Laub- und Steinhaufen in ruhigen Gartenbereichen f\u00f6rdern nat\u00fcrliche Schneckenfeinde wie bspw. Igel, Kr\u00f6ten, Spitzm\u00e4use und Zauneidechsen und bieten den N\u00fctzlingen auch im Winter ein gutes Quartier.<\/p>\n\n\n\n<p>Neben den genannten Ma\u00dfnahmen sind Offenbodenbereiche wie Sandarien wichtig, da viele unserer Wildbienenarten, die ma\u00dfgeblich f\u00fcr die Best\u00e4ubung von Obst-b\u00e4umen verantwortlich sind, im Boden nisten und \u00fcberwintern. Bereits kleine Sandlinsen von einem Quadratmeter Gr\u00f6\u00dfe werden von den Wildbienen angenommen. Wichtig ist es, den Boden ca. 50 bis 60 cm auszuheben und mit ungewaschenem Natursand (0\/4 K\u00f6rnung, kein Spiel- oder Vogelsand!) aufzuf\u00fcllen. Das Substrat sollte locker, gut wasserabf\u00fchrend, aber auch etwas lehmig sein, damit die von den Insekten geschaffenen G\u00e4nge nicht einst\u00fcrzen. Als Standort empfiehlt sich ein sonniger Gartenbereich, der ganzj\u00e4hrig offen gehalten werden kann.<br>Vielleicht noch etwas weniger bekannt, aber sehr f\u00f6rderlich sind so genannte K\u00e4ferkeller &#8211; eine praktische \u201eSnackbar\u201c f\u00fcr V\u00f6gel, Igel und insektenfressende N\u00fctzlinge. F\u00fcr einen K\u00e4ferkeller hebt man eine Grube von ca. 50 cm Tiefe und mit flachen Seitenr\u00e4ndern aus und f\u00fcllt diese mit Totholz, \u00c4sten und Laub. W\u00e4hrend ein Sandarium einen sonnigen Standort braucht, brauchen K\u00e4ferkeller einen halbschattigen oder schattigen Standort.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>W. D. K. \/ S. J.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Unser Garten&#8230;<\/strong><br><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/tannenberg-allee.de\/?page_id=517\" data-type=\"page\" data-id=\"517\" target=\"_blank\">&#8211; im September<\/a><br><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/tannenberg-allee.de\/?page_id=493\" target=\"_blank\" data-type=\"page\" data-id=\"493\">&#8211; im Juli<\/a><br><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/tannenberg-allee.de\/?page_id=484\" target=\"_blank\">&#8211; im Juni<\/a><br>&#8211; <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/tannenberg-allee.de\/?page_id=447\" target=\"_blank\">im Mai<\/a><br><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/tannenberg-allee.de\/?page_id=418\" target=\"_blank\">&#8211; im April<\/a><br><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/tannenberg-allee.de\/?page_id=412\" target=\"_blank\">&#8211; im M\u00e4rz<\/a> <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gladiolen- und Dahlienknollen einlagernWarten Sie mit dem Einlagern der Dahlienknollen ab, bis der erste Frost Bl\u00fcten und Bl\u00e4tter vernichtet hat. 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