{"id":484,"date":"2020-07-04T00:04:31","date_gmt":"2020-07-03T22:04:31","guid":{"rendered":"https:\/\/tannenberg-allee.de\/?page_id=484"},"modified":"2025-10-12T06:27:10","modified_gmt":"2025-10-12T04:27:10","slug":"unser-garten-im-juni","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/tannenberg-allee.de\/?page_id=484","title":{"rendered":"Unser Garten im Juni"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Zweite Bl\u00fcte durch Remontierschnitt f\u00f6rdern<\/strong><br>Ab Ende Juni, wenn bei bestimmten Stauden die erste Bl\u00fcte vor\u00fcber ist, wird es Zeit f\u00fcr einen Remontierschnitt. Dabei stutzt man einen Teil der Triebe bzw. alle Triebe auf ca. 10 cm \u00fcber dem Boden zur\u00fcck. Ob du daf\u00fcr eine Gartenschere oder bei Beeteinfassungen oder anderen &#8222;Linien-Pflanzungen&#8220; eine Hand-Heckenschere nimmst, ist egal. Die Stauden treiben danach wieder zuverl\u00e4ssig aus und bl\u00fchen im August\/September ein zweites Mal. Die Pflanze remontiert\/ baut sich wieder auf.<br>Stauden, bei denen ich selbst regelm\u00e4\u00dfig nach der ersten Bl\u00fcte zur Gartenschere greife, sind z.B. Katzenminze, Frauenmantel und Salbei.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Monilia-Spitzend\u00fcrre<\/strong><br>Bei Kirschen kann es in n\u00e4chster Zeit zu ersten Infektionen durch den Erreger der Monilia-Spitzend\u00fcrre kommen: Hierbei infiziert der Schadpilz Monilinia laxa seine Wirtspflanzen \u00fcber die Bl\u00fcte. Erh\u00f6hte Infektionsgefahr besteht vor allem dann, wenn es zur Bl\u00fctezeit der Kirschen k\u00fchl und regnerisch ist. Bei Befall sterben Bl\u00fcten, Bl\u00e4tter und Triebe schon kurz nach der Bl\u00fcte ab: Betroffene Triebspitzen sehen anschlie\u00dfend wie verdorrt aus, daher der Name Spitzend\u00fcrre. Besonders anf\u00e4llig sind Sauerkirschen, insbesondere die Sorte Schattenmorelle. Dar\u00fcber hinaus k\u00f6nnen aber auch S\u00fc\u00df- und Zierkirschen, Mandelb\u00e4umchen sowie Aprikosen und Pfirsiche befallen werden. Abgestorbene Triebteile einschlie\u00dflich der Bl\u00fctenb\u00fcschel bleiben oft noch bis \u00fcber den anschlie\u00dfenden Winter hinweg weitgehend unver\u00e4ndert an den \u00c4sten h\u00e4ngen. An ihnen \u00fcberwintert der Pilz sp\u00e4ter dann auch. Wie weit eine Pflanze mit diesem Pilz befallen ist, erkennt man gut beim R\u00fcckschnitt. Es sollte immer so weit zur\u00fcckgeschnitten werden, bis in den Schnittstellen kein braunes, befallenes Gewebe mehr erkennbar ist. Die Pilzerkrankung Monilia tritt \u00fcbrigens \u00fcber die Bl\u00fcte in die Pflanze ein.<\/p>\n\n\n\n<p>Der R\u00fcckschnitt kann schon kurz nach der Bl\u00fcte erfolgen, sp\u00e4testens ist er jedoch nach der Ernte durchzuf\u00fchren. Generell sollten gef\u00e4hrdete B\u00e4ume sehr luftig und gut ausgeschnitten werden, um ein rasches Abtrocknen zu f\u00f6rdern und die Ausbreitung des Pilzes zu verhindern. Ein sonniger, luftiger Standort wirkt befallsreduzierend.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Rosenblattrollwespe<\/strong><br>Bekannt ist das Schadbild der Rosenblattrollwespe, bei dem sich vom Blattrand die einzelnen Fiederbl\u00e4tter nach unten hin einrollen. Im Innern sitzt h\u00e4ufig eine Raupe. Befallene Bl\u00e4tter sollte man entfernen, bevor sich die Larven zur Verpuppung in den Boden zur\u00fcckziehen. Sorten mit dicken, gl\u00e4nzenden Bl\u00e4ttern sind weniger anf\u00e4llig.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Jungpflanzen im Blick behalten<\/strong><br>Damit M\u00f6hren, Fenchel, Schwarzwurzeln und Rote Bete kr\u00e4ftig werden k\u00f6nnen, sollte man die Reihen immer im Auge behalten. Wenn zu dicht ges\u00e4t wurde, muss der Abstand durch das Herausziehen einzelner Pflanzen wieder vergr\u00f6\u00dfert werden. Ausgezogene Rote Bete kann \u00fcbrigens wieder neu eingepflanzt werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Eingerollte Bl\u00e4tter an Tomaten<\/strong><br>Wenn sich bei den Tomatenpflanzen die untersten Bl\u00e4tter rollen, kann dies auf ein hohes N\u00e4hrstoffangebot oder auf Stoffwechselst\u00f6rungen hinweisen, die sich jedoch meist nicht auf den Ertrag auswirken. Achte weiterhin auf eine gleichm\u00e4\u00dfige Wasserversorgung und vermeide eine \u00dcberd\u00fcngung. Tomaten, die \u00fcberdacht in einem Gew\u00e4chshaus oder anderweitig gut gesch\u00fctzt kultiviert werden, sind weniger anf\u00e4llig gegen die Braunf\u00e4ule und andere typische Erkrankungen der Tomate. Sowohl Tomaten als auch Gurken m\u00f6gen es warm, aber das ist schon die einzige Gemeinsamkeit. Gurken verlangen eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit, w\u00e4hrend Tomaten trockene Luft vorziehen, da sie sonst unter Pilzkrankheiten leiden. Andererseits fallen Gurken Spinnmilben und der Wei\u00dfen Fliege zum Opfer, wenn sie st\u00e4ndig trockener Luft ausgesetzt sind. Treten diese Probleme auf, wird als Grund nicht der gemeinsame Anbau der beiden Kulturen erkannt, sondern es wird versucht, mit den verschiedensten Mitteln Krankheiten und Sch\u00e4dlinge zu bek\u00e4mpfen, meist ohne nennenswerten Erfolg. Dabei h\u00e4tte man leicht diese Probleme vermeiden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Rhabarberernte<\/strong><br>Bei den Rhabarberpflanzen empfiehlt es sich, regelm\u00e4\u00dfig die Bl\u00fctentriebe tief am Boden auszubrechen, da die Bl\u00fctenbildung zulasten des Blattwachstums geht.<br>Rhabarber kann noch bis zur letzten Juniwoche geerntet werden. Ein leckeres Kompott ergeben die attraktiven Blattstiele gemeinsam mit frisch geernteten Erdbeeren.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Salate s\u00e4en<\/strong><br>Auch Anfang Juni k\u00f6nnen Sie noch Pfl\u00fccksalate s\u00e4en. Die pflegeleichten Pflanzen lassen sich bis in den Sp\u00e4tsommer beernten, wenn Sie nur die \u00e4u\u00dferen Bl\u00e4tter pfl\u00fccken, das Herz aber unversehrt bleibt. \u00dcbrigens: Pfl\u00fccksalate gedeihen auch gut in Balkonk\u00e4sten oder Tr\u00f6gen auf der Terrasse.<br><br><strong>W. D. K. \/ S. J.<\/strong><br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zweite Bl\u00fcte durch Remontierschnitt f\u00f6rdernAb Ende Juni, wenn bei bestimmten Stauden die erste Bl\u00fcte vor\u00fcber ist, wird es Zeit f\u00fcr einen Remontierschnitt. Dabei stutzt man einen Teil der Triebe bzw. alle Triebe auf ca. 10 cm \u00fcber dem Boden zur\u00fcck. 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