{"id":447,"date":"2020-05-31T12:01:31","date_gmt":"2020-05-31T10:01:31","guid":{"rendered":"https:\/\/tannenberg-allee.de\/?page_id=447"},"modified":"2025-10-12T06:31:20","modified_gmt":"2025-10-12T04:31:20","slug":"unser-garten-im-mai","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/tannenberg-allee.de\/?page_id=447","title":{"rendered":"Unser Garten im Mai"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Standfestigkeit und Bl\u00fctezeit von Stauden verl\u00e4ngern<\/strong><br>Sp\u00e4tbl\u00fchende Stauden eignen sich hervorragend f\u00fcr den so genannten Chelsea-Chop (Vorbl\u00fcteschnitt). Dabei werden die Bl\u00fctenst\u00e4ngel sp\u00e4tbl\u00fchender Stauden etwa um ein Drittel zur\u00fcckgeschnitten. Ziel ist es zum einen, die Bl\u00fctezeit zu verl\u00e4ngern und zum anderen die Standfestigkeit h\u00f6herer Stauden zu verbessern. Grunds\u00e4tzlich unterscheidet man bei der Technik zwischen zwei Varianten. Bei der ersten Variante k\u00fcrzt man Ende Mai nur die \u00e4u\u00dferen St\u00e4ngel der Stauden um ein Drittel. Die Bl\u00fctenst\u00e4ngel wachsen kr\u00e4ftiger und standfester nach und verdecken die inneren, h\u00e4ufig kahlen St\u00e4ngel. Besonders geeignet f\u00fcr diese Technik sind bspw. Stauden wie Phlox, Indianernessel, Astern und der Pupur-Sonnenhut. <br>Bei Stauden wie der Fetthenne &#8222;Herbstfreude&#8220; wird die gesamte Pflanze Ende Mai auf ein Drittel zur\u00fcckgeschnitten. Dadurch w\u00e4chst sie kompakter und f\u00e4llt sp\u00e4ter nicht auseinander.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Rasen d\u00fcngen<\/strong><br>Der Mai ist die Hauptd\u00fcngungszeit f\u00fcr den Rasen. Da dann bereits Bodenlebenwesen ausreichend aktiv sind, kann man statt mineralischem besser organischen D\u00fcnger verwenden. Im Handel gibt es davon mittlerweile eine gro\u00dfe Auswahl. Eine g\u00fcnstige Auswahl ist fein gesiebter Kompost, den man d\u00fcnn ausstreut und gut verteilt. Regenw\u00fcrmer sorgen dann daf\u00fcr, dass dieser Humus- und N\u00e4hrstoffvorrat gut in den Boden eingearbeitet wird. Ganz nebenbei wird der Boden hierbei noch zus\u00e4tzlich gelockert und bel\u00fcftet.<br>Mit dem Vertikutieren des Rasens sollte man besser bis zum Herbst (September) warten. Da im Fr\u00fchjahr vermehrt Trockenphasen auftauchen, wird Rasen &#8211; anders als noch vor Jahren &#8211; nicht mehr im Mai vertikutiert.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Monilia-Spitzend\u00fcrre<\/strong><br>Bei Kirschen kann es in n\u00e4chster Zeit zu ersten Infektionen durch den Erreger der Monilia-Spitzend\u00fcrre kommen: Hierbei infiziert der Schadpilz Monilinia laxa seine Wirtspflanzen \u00fcber die Bl\u00fcte. Erh\u00f6hte Infektionsgefahr besteht vor allem dann, wenn es zur Bl\u00fctezeit der Kirschen k\u00fchl und regnerisch ist. Bei Befall sterben Bl\u00fcten, Bl\u00e4tter und Triebe schon kurz nach der Bl\u00fcte ab: Betroffene Triebspitzen sehen anschlie\u00dfend wie verdorrt aus, daher der Name Spitzend\u00fcrre. Besonders anf\u00e4llig sind Sauerkirschen, insbesondere die Sorte Schattenmorelle. Dar\u00fcber hinaus k\u00f6nnen aber auch S\u00fc\u00df- und Zierkirschen, Mandelb\u00e4umchen sowie Aprikosen und Pfirsiche befallen werden. Abgestorbene Triebteile einschlie\u00dflich der Bl\u00fctenb\u00fcschel bleiben oft noch bis \u00fcber den anschlie\u00dfenden Winter hinweg weitgehend unver\u00e4ndert an den \u00c4sten h\u00e4ngen. An ihnen \u00fcberwintert der Pilz sp\u00e4ter dann auch.<br>Sollte es zu einem Befall gekommen sein, ist es deshalb zun\u00e4chst sinnvoll, abgestorbene Triebspitzen bis deutlich ins gesunde Holz zur\u00fcckzuschneiden: Der R\u00fcckschnitt kann schon kurz nach der Bl\u00fcte erfolgen, sp\u00e4testens ist er jedoch nach der Ernte durchzuf\u00fchren. Generell sollten gef\u00e4hrdete B\u00e4ume sehr luftig und gut ausgeschnitten werden, um ein rasches Abtrocknen zu f\u00f6rdern und die Ausbreitung des Pilzes zu verhindern. Ein sonniger, luftiger Standort wirkt befallsreduzierend.<br><br>Sowohl im <strong>Gem\u00fcse- als auch im Blumengarten<\/strong> gibt es um diese Zeit eine Menge zu s\u00e4en und zu pflanzen. Viele Sommerblumen k\u00f6nnen gleich ins Freiland ges\u00e4t werden. Dazu geh\u00f6ren Ringelblumen, Wicken, Kapuzinerkresse, Sonnen-, Korn-, Kreuz-, Stroh\u00ac und Schleifenblumen. Wem die Asternwelke im Garten Kummer bereitet, der sollte einmal versuchen, auch Astern gleich an Ort und Stelle auszus\u00e4en und sp\u00e4ter auf die richtigen Abst\u00e4nde zu verziehen. Meist bleiben solche Pflanzen gesund. Die Erreger der Asternwelke, Bodenpilze, dringen n\u00e4mlich durch Wunden an den Wurzeln in das Innere der Pflanzen. Astern, deren Wurzeln nicht durch ein Verpflanzen verletzt wurden, sind darum weniger gef\u00e4hrdet.<br><br><strong>Gew\u00e4chshaus<\/strong><br>Jetzt wird nach und nach der Platz unter Glas frei, und wir m\u00fcssen uns nun Gedanken machen, wie wir diese wertvolle Fl\u00e4che im Sommer nutzen k\u00f6nnen. Es gibt nat\u00fcrlich viele verschiedene M\u00f6glichkeiten, aber sie alle wollen sorgf\u00e4ltig vorbereitet werden. In Gew\u00e4chsh\u00e4user pflanzt man sehr gerne Tomaten, Gurken oder Paprika. Dabei wird vergessen, dass Tomaten und Gurken nicht zusammen in ein Haus gesetzt werden d\u00fcrfen, denn ihre Anspr\u00fcche sind zu verschieden. Zwar berichten mir Kunden immer wieder, bei ihnen gel\u00e4nge es gut, die beiden unter einem Dach heranzuziehen, doch das sind Einzelf\u00e4lle. Im allgemeinen klappt dieses Zusammenleben n\u00e4mlich nicht.<br><br><strong>Mitte des Monats<\/strong>, wenn die Frostgefahr vor\u00fcber ist und sich der Boden auf mindestens 15 \u00b0C erw\u00e4rmt hat, k\u00f6nnen Sie&nbsp;Ihre <strong>Tomaten ins Freie<\/strong> pflanzen. Das Beet k\u00f6nnen Sie aber bereits ein bis zwei Wochen vorher vorbereiten. Lockern Sie&nbsp;dazu die Erde tiefgr\u00fcndig und arbeiten Sie 3\u20135 l reifen Kompost&nbsp;pro m\u00b2 ein. Damit die Pflanzen sp\u00e4ter gesund bleiben und nicht von Krautf\u00e4ule befallen werden, ist es ratsam, sie mit einem Dach vor Regen zu sch\u00fctzen. Denn die Pilzsporen ben\u00f6tigen Feuchtigkeit, um keimen zu k\u00f6nnen. Einen wirksamen Schutz bieten spezielle Tomatenh\u00e4user oder selbst gebaute \u00dcberst\u00e4nde. Folienschl\u00e4uche oder Tomatenhauben sind dagegen nicht zu empfehlen, denn unter ihnen bildet sich Kondenswasser, welches sich auch auf den Bl\u00e4ttern niederschl\u00e4gt.<br>Wenn Sie Ihre Tomatenpflanzen bisher auch immer nur mit dem Topfballen nach unten eingepflanzt haben, versuchen Sie mal folgende Methode. Entbl\u00e4ttern Sie zun\u00e4chst den unteren Stielbereich der Pflanzen. Heben Sie dann ein etwas gr\u00f6\u00dferes und tieferes (ca. 10 cm) Pflanzloch aus und legen Sie den Wurzelballen flach hinein. Biegen Sie nun den Trieb vorsichtig nach oben und f\u00fcllen Sie das Loch wieder mit Erde auf. Am gesamten Stiel bilden sich so zus\u00e4tzliche Wurzeln, und das bedeutet: mehr Wurzeln gleich mehr N\u00e4hrstoffe gleich mehr Tomaten.<br>Sowohl Tomaten als auch Gurken m\u00f6gen es warm, aber das ist schon die einzige Gemeinsamkeit. Gurken verlangen eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit, w\u00e4hrend Tomaten trockene Luft vorziehen, da sie sonst unter Pilzkrankheiten leiden. Andererseits fallen Gurken Spinnmilben und der Wei\u00dfen Fliege zum Opfer, wenn sie st\u00e4ndig trockener Luft ausgesetzt sind. Treten diese Probleme auf, wird als Grund nicht der gemeinsame Anbau der beiden Kulturen erkannt, sondern es wird versucht, mit den verschiedensten Mitteln Krankheiten und Sch\u00e4dlinge zu bek\u00e4mpfen, meist ohne nennenswerten Erfolg. Dabei h\u00e4tte man leicht diese Probleme vermeiden k\u00f6nnen.<br>Tipp: Mischen Sie dem Kompost bei der <strong>Beetvorbereitung<\/strong> etwas Geteinsmehl oder Algenkalk bei, dadurch wird die Bodenbeschaffenheit verbessert und der Mineralhaushalt ausgeglichen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>N\u00fctzlinge f\u00f6rdern<\/strong><br>Ohrw\u00fcrmer sind N\u00fctzlinge , die Blattl\u00e4use auf euren Obstb\u00e4umen verzehren. Um den nachtaktiven Blattlausfressern Unterschlupf zu bieten, solltet ihr mit Stroh oder mit Holzwolle gef\u00fcllte Blument\u00f6pfe umgekehrt in die B\u00e4ume h\u00e4ngen. Die T\u00f6pfe m\u00fcssen direkten Stammkontakt haben, sonst werden sie nicht angenommen. <br><br><strong>W.D.K<\/strong> <strong>\/ S. J.<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Standfestigkeit und Bl\u00fctezeit von Stauden verl\u00e4ngernSp\u00e4tbl\u00fchende Stauden eignen sich hervorragend f\u00fcr den so genannten Chelsea-Chop (Vorbl\u00fcteschnitt). Dabei werden die Bl\u00fctenst\u00e4ngel sp\u00e4tbl\u00fchender Stauden etwa um ein Drittel zur\u00fcckgeschnitten. Ziel ist es zum einen, die Bl\u00fctezeit zu verl\u00e4ngern und zum anderen die Standfestigkeit h\u00f6herer Stauden zu verbessern. Grunds\u00e4tzlich unterscheidet man bei der Technik zwischen zwei Varianten. Bei [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-447","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/tannenberg-allee.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/447","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/tannenberg-allee.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/tannenberg-allee.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/tannenberg-allee.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/tannenberg-allee.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=447"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/tannenberg-allee.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/447\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2188,"href":"https:\/\/tannenberg-allee.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/447\/revisions\/2188"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/tannenberg-allee.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=447"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}