{"id":2227,"date":"2025-11-09T18:02:20","date_gmt":"2025-11-09T17:02:20","guid":{"rendered":"https:\/\/tannenberg-allee.de\/?page_id=2227"},"modified":"2026-04-13T17:52:10","modified_gmt":"2026-04-13T15:52:10","slug":"baeume-und-straeucher","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/tannenberg-allee.de\/?page_id=2227","title":{"rendered":"B\u00e4ume und Str\u00e4ucher"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-accent-color has-text-color has-link-color wp-elements-a459242a3c5e5cc159126f6faa3d236f\"><strong>Rechtliche Grundlagen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Vorgaben aus dem Bundesnaturschutzgesetz<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Vom 1. M\u00e4rz bis 30. September ist das Schneiden von B\u00e4umen und Str\u00e4uchern verboten, um Brut- und Nistpl\u00e4tze von V\u00f6geln zu sch\u00fctzen. Ausgenommen sind schonende Formschnitte. Grunds\u00e4tzlich sollte bei Schnittma\u00dfnahmen immer (auch von Oktober bis Februar) auf Vogelnester geachtet werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Baumschutzsatzung der Stadt Hannover<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im Stadtgebiet Hannover sind B\u00e4ume, die auf einer H\u00f6he von 1 m einen Stammumfang von 60 cm (Laubb\u00e4ume) oder 80 cm (Nadelb\u00e4ume) \u00fcberschreiten gesch\u00fctzt und d\u00fcrfen nur nach Antrag bei und Genehmigung durch die Stadt Hannover, Fachbereich Umwelt und Stadtgr\u00fcn, geschnitten oder gef\u00e4llt werden. Bei mehrst\u00e4mmigen B\u00e4umen, die sich unterhalb von 1 m teilen, z\u00e4hlt die Summe der Stammumf\u00e4nge. Einem besonderen Schutz unterliegen auch einzelne Baumarten wie bspw. Eibe, Wei\u00dfdorn, die bereits ab einem Stammumfang von 30 cm gesch\u00fctzt sind.<\/p>\n\n\n\n<p><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-accent-color\">F\u00fcr den Schutz ist es egal, ob die B\u00e4ume auf st\u00e4dtischen oder privaten Fl\u00e4chen\/Grundst\u00fccken stehen. Die Baumschutzsatzung bezieht sich auf das <strong>gesamte Stadtgebiet.<\/strong> Bei Unsicherheiten bitte immer die Vereinsfachberatung ansprechen, da bei Nichtber\u00fccksichtigung der Vorgaben hohe Strafen drohen.<\/mark><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Nieders\u00e4chsisches Nachbarschaftsgesetz (NNachbG)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u00a7 50 Grenzabst\u00e4nde f\u00fcr B\u00e4ume und Str\u00e4ucher<\/p>\n\n\n\n<p>(1) Mit B\u00e4umen und Str\u00e4uchern sind je nach ihrer H\u00f6he mindestens folgende Abst\u00e4nde von den Nachbargrundst\u00fccken einzuhalten:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><tbody><tr><td>a)<\/td><td>bis zu 1,2&nbsp;m H\u00f6he<\/td><td>0,25&nbsp;m<\/td><\/tr><tr><td>b)<\/td><td>bis zu 2&nbsp;m H\u00f6he<\/td><td>0,50&nbsp;m<\/td><\/tr><tr><td>c)<\/td><td>bis zu 3&nbsp;m H\u00f6he<\/td><td>0,75&nbsp;m<\/td><\/tr><tr><td>d)<\/td><td>bis zu 5&nbsp;m H\u00f6he<\/td><td>1,25&nbsp;m<\/td><\/tr><tr><td>e)<\/td><td>bis zu 15&nbsp;m H\u00f6he<\/td><td>3,00&nbsp;m<\/td><\/tr><tr><td>f)<\/td><td>\u00fcber 15&nbsp;m H\u00f6he<\/td><td>8,00&nbsp;m<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p>(2) Die in Absatz&nbsp;1 bestimmten Abst\u00e4nde gelten auch f\u00fcr lebende Hecken, falls die Hecke nicht gem\u00e4\u00df <a href=\"https:\/\/voris.wolterskluwer-online.de\/browse\/document\/cite\/3c33bc94-c1c5-3618-8c5a-c36ea0a8148e\">\u00a7&nbsp;30<\/a> auf die Grenze gepflanzt wird. <strong>Sie gelten auch f\u00fcr ohne menschliches Zutun gewachsene Pflanzen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u00a7 51 Bestimmung des Abstandes<\/p>\n\n\n\n<p>Der Abstand wird am Erdboden von der Mitte des Baumes oder des Strauches bis zur Grenze gemessen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Gartenordnung der Stadt Hannover (15.08.2024)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Park- und Waldb\u00e4ume sowie Walnussb\u00e4ume sind nicht erlaubt.<\/li>\n\n\n\n<li>H\u00f6he von Hecken und Str\u00e4ucher am Kolonie-Weg max. 1,20 m, zum Nachbargrundst\u00fcck (seitlich und hinten) max. 2 m (Gleiches gilt f\u00fcr Sichtschutzz\u00e4une)<\/li>\n\n\n\n<li>H\u00f6he freistehender Str\u00e4ucher: max. 3,50 m<\/li>\n\n\n\n<li>Bei B\u00e4umen, Str\u00e4uchern und hoch wachsenden Gr\u00e4sern gelten die Abstandsregeln nach nds. Nachbarschaftsgesetz (s. oben).<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p class=\"has-accent-color has-text-color has-link-color wp-elements-6d6eaeb6bf4614537201928b8adce89f\"><strong>Geh\u00f6lzschnitt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Grunds\u00e4tzlich gilt: Ein starker Schnitt f\u00f6rdert starkes Wachstum, ein schwacher Schnitt schwaches Wachstum.&nbsp;<\/li>\n\n\n\n<li>Man unterscheidet zwischen Erziehungs- und Aufbauschnitt (a), Erhaltungsschnitt (b) und Verj\u00fcngungsschnitt (c).<\/li>\n\n\n\n<li>Es gelten die Vorgaben aus dem Bundesnaturschutzgesetz mit Blick auf die Schnittzeitpunkte.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Obstbaumschnitt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Grunds\u00e4tzlich sollte man <strong>licht schneiden<\/strong>, denn Licht und Luft sollten jede Stelle des Baums erreichen. So trocknet Feuchtigkeit schneller ab (beugt Krankheiten vor) und die Fr\u00fcchte reifen sp\u00e4ter besser.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Erziehungs- oder Aufbauschnitt <\/strong>wird etwa im zweiten Jahr nach der Pflanzung durchgef\u00fchrt.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Kernobst<\/strong> wie \u00c4pfel und Birnen schneidet man an frostfreien Tagen von November bis M\u00e4rz.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Steinobst<\/strong> wie Kirschen, Pflaumen, Pfirsiche nach der Ernte im Sp\u00e4tsommer\/Herbst.<\/li>\n\n\n\n<li>Grunds\u00e4tzlich einen Zweig <strong>herausschneiden<\/strong> sollte man, wenn sich Zweige kreuzen, zu eng stehen oder Zweige nach oben ragen (bspw. so genannte Wassertriebe).<\/li>\n\n\n\n<li>Unterschied <strong>Blatt- und Bl\u00fctenknospe<\/strong>: Wer sich unsicher ist, schneidet besser, wenn sich die Bl\u00fctenknospen langsam \u00f6ffnen, um einen guten Fruchtansatz nicht zu gef\u00e4hrden, weil er\/sie die Zweige mit vielen Bl\u00fctenknospen entfernt.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Erhaltungsschnitt<\/strong>: dient dazu, den Zustand zu bewahren und den Baum gesund zu halten<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Verj\u00fcngungsschnitt<\/strong>: \u201eAnti-Aging\u201c f\u00fcr das Geh\u00f6lz (bei B\u00e4umen bitte nur von einem Profi)<\/li>\n\n\n\n<li>Zum Thema Obstbaumschnitt empfehle ich die <strong>Videos von Dominik Schreiber<\/strong> (Obstbaumschule Schreiber) auf You Tube.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Schnitt von Beerenstr\u00e4uchern<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Bei sachgem\u00e4\u00dfer Pflege k\u00f6nnen Beerenstr\u00e4ucher bis zu 15 Jahre einen guten Ertrag bringen.&nbsp;<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Johannis- und Stachelbeeren<\/strong>: Vergreiste und stark mit Flechten bewachsene Zweige k\u00f6nnen bodeneben abgeschnitten werden, um den Strauch zu verj\u00fcngen.&nbsp;<\/li>\n\n\n\n<li>Bei <strong>Himbeeren<\/strong> unterscheidet man zwischen \u201enormalen\u201c Sommerhimbeeren und Herbsthimbeeren. Erstere tragen am einj\u00e4hrigen Holz, Herbsthimbeeren am diesj\u00e4hrigen. Das bedeutet, dass man bei Herbsthimbeeren alle Triebe im Herbst bodeneben abschneiden kann, da die neuen Triebe im Folgejahr direkt Fr\u00fcchte tragen werden. Bei Sommerhimbeeren schneidet man nach der Ernte die Triebe, die getragen haben, bodeneben ab und l\u00e4sst 8-10 neue, kr\u00e4ftige Triebe (die in dem Jahr neu entstanden sind) stehen.<\/li>\n\n\n\n<li>Da die Triebe von <strong>Brombeeren<\/strong> in einem Jahr bis zu 5 Meter wachsen k\u00f6nnen, sollten die Triebe regelm\u00e4\u00dfig eingek\u00fcrzt werden, um sie auf Rankgitter-L\u00e4nge bzw. -Breite zu halten.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Heidelbeeren<\/strong> schneidet man ab dem 4. Standjahr und lichtet sie im Herbst oder Winter regelm\u00e4\u00dfig (nicht j\u00e4hrlich!) aus (alte Zweige bodennah entfernen und nur 5-8 junge, gr\u00fcne Triebe stehen lassen; bei sich kreuzenden Zweigen ebenfalls einen entfernen). &nbsp;<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Schnitt von Ziergeh\u00f6lzen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Im Fr\u00fchjahr bl\u00fchende Str\u00e4ucher schneidet man direkt nach der Bl\u00fcte, da die Knospen sich direkt danach f\u00fcr das n\u00e4chste Fr\u00fchjahr ausbilden (bspw. Kornelkirsche, Schlehe, Spiere).<\/li>\n\n\n\n<li>Im Sommer oder Herbst bl\u00fchende Geh\u00f6lze schneidet man im Herbst. Sie bilden die Knospen in dem Jahr aus, in dem sie auch bl\u00fchen (bspw. Bluthartriegel, Per\u00fcckenstrauch).<\/li>\n\n\n\n<li>Einige Str\u00e4ucher kann man auch \u201eauf den Stock setzen\u201c (auf 10-20 cm \u00fcber den Boden eink\u00fcrzen), um einen Neuaustrieb zu f\u00f6rdern. Das kann z.B. interessant sein, wenn man einen vom Buchsbaumz\u00fcnsler zerst\u00f6rten Buchsbaum hat. Dieser treibt nach einem radikalen R\u00fcckschnitt wieder gesund aus.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rechtliche Grundlagen Vorgaben aus dem Bundesnaturschutzgesetz Vom 1. M\u00e4rz bis 30. September ist das Schneiden von B\u00e4umen und Str\u00e4uchern verboten, um Brut- und Nistpl\u00e4tze von V\u00f6geln zu sch\u00fctzen. Ausgenommen sind schonende Formschnitte. Grunds\u00e4tzlich sollte bei Schnittma\u00dfnahmen immer (auch von Oktober bis Februar) auf Vogelnester geachtet werden. 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