KLEINGÄRTNERVEREIN TANNENBERG-ALLEE E.V.
________________________________________________________________________

Mitglied des Bezirksverbandes Hannover der Kleingärtner e. V.

 

Termine
Vereinsnachrichten Beratung Karte Rezepte
Wetter

 

Schmeemann

 

Unser Garten im Januar 2020

 

Allen Leserinnen und Lesern dieses Gartentipps wünsche ich einen guten Start ins neue Jahr.

Da das Wetter jetzt meist nicht zu Arbeiten im Freien einlädt, kann man z.B.im Schuppen die Gartengeräte in Ordnung bringen, oder auch einen Gartenplan für das neue Jahr erstellen. (Fruchtfolge beachten!)
Oft hat man aus dem Vorjahr noch einige Sämereien übrig. Um Enttäuschungen vorzubeugen sollte man rechtzeitig Keimproben vornehmen. Das geht ganz einfach: Die Samen werden abgezählt und offen auf Fließpapier oder Watte gleichmäßig verteilt. (Unterlage gut befeuchten) Täglich besprühen und gleichmäßig warm halten. Wenn von 10 ausgelegten Samenkörnern nur 8 austreiben, sollte man überlegen, ob man nicht besser neue besorgen soll.
Kaltkeimer sind mit ganz besonderer Sorgfalt zu pflegen, denn sie benötigen mehr Zeit als andere, um zu keimen. Sie brauchen Kälte, wie der Name schon sagt, und sie werden deshalb in diesen Wochen gesät, damit sie ordentlich durchfrieren können. Die Samenschale von Kaltkeimern ist ungewöhnlich hart. Sie kann vom Keim nur gesprengt werden, wenn sie durch wiederholtes Einfrieren und Auftauen mürbe gemacht wird. Zu diesem Zweck stellen wir die Saatgefäße ins Freie. Damit der Samen nicht von Mäusen oder Vögeln gefressen wird schützen wir ihn mit einem engmaschigen Drahtgeflecht.
Der Keimprozess wird gefördert, wenn wiederholt Schnee auf der Oberfläche abtaut. Deshalb dürfen die Saatgefäße nicht unter Glas oder unter einem Folienschutz gehalten. Nachdem diese Aussaaten ein paar Mal durchgefroren sind, werden sie ins Haus oder Frühbeet geholt, gleichbleibend feucht und jetzt natürlich warm gehalten. Eine im Keimen befindliche Aussaat mißlingt garantiert, wenn sie auch nur ein einziges Mal vollkommen austrocknet.
Übrigens keimen Kalkeimer auch, wenn man sie mit angefeuchtetem Sand oder keimfreier Aussaaterde vermischt in Plastikbeutel füllt und ein paar Mal ins Gefrierfach stellt und wieder auftauen lässt. Diese Methode hat sich gerade beim Ausbleiben von Frost und Schnee bestens bewährt.
An den Obstbäumen kann mit dem Winterschnitt begonnen werden. Bei der Gelegenheit
können die Stämme der Obstbäume mit einem weißen Kalkanstrich versehen werden. Dieser Anstrich soll verhindern, dass sich die, von der Sonne beschienen, Stammseiten zu stark erwärmen und der Baum dazu verleitet wird zu früh mit dem Safttransport in die Krone zu beginnen. Wenn dann Nachts wieder Frost einsetzt, kann der aufgestiegene Saft nicht wieder zurückfließen und es kommt zu sogenannten Frostplatten. Es handeln sich dabei um Rindenbereiche die sich vom Splintholz des Baumes lösen. Die Bäume verlieren ihren natürlichen Schutz und Holzzerstörende Organismen können den Baum leichter befallen. Außerdem verliert der Baum an dieser Stelle die Leitungsbahnen für abwärtsfließenden Assimilate, die ausschließlich in der Rinde des Baumes abwärts fließen und die Wurzeln versorgen.
Kalkanstrich
Aussaat von Kaltkeimern (Frostkeimern)

Diese Aussaaten werden in den Wintermonaten vorgenommen, weil man sie der Kälte aussetzen muß, damit sie keimen. Es handelt sich dabei um sehr hartschalige Samen, deren Schale nur mürbe wird, wenn sie wiederholt gefroren und wieder aufgetaut ist. Am günstigsten ist es, wenn mehrmals Schnee auf der Oberfläche des Saatgefäßes abtaut.
Die Aussaat wird genauso vorgenommen wie alle anderen auch. Man sät am besten in Kisten, die nach Bedarf transportiert werden können. Bei Frost bzw. Schneefall sollten sie ins Freie gestellt werden. Hier schützt man vor Mäuse und Vogelfraß mit einem engmaschigen Draht. Nach wiederholtem Durchfrieren holt man sie ins Haus und behandelt sie nun wie jede andere Aussaat auch.
Bei gleichmäßiger Wärme und Feuchtigkeit ist nun schon bald mit der Keimung zu rechnen. Rechtzeitiges Pikieren und Abhärten der Jungpflanzen ist natürlich ebenfalls erforderlich.
Die bekanntesten Kaltkeimer sind Veilchen, Staudenphlox, Christrosen, Alpenedeldisteln und Goldranunkeln.
Auch viele Steingartenpflanzen gehören zu den Frostkeimern.

Viele Menschen vergessen jetzt in der kalten Jahreszeit auch unsere gefiederten Freunde nicht und stellen ihnen Futter in vielfältiger Form zur Verfügung.
Ausgerechnet in den mit Liebe und Geduld selbst gezimmerten Vogelhäuschen lauert häufig der Tod. Kot und damit Keime verunreinigen dort leicht das Futter. Dadurch können Salmonellen leicht von einem Vogel zum anderen wandern, so dass der Treffpunkt Vogelhaus zum Herd für Durchfall-Epidemien wird. Tote Vögel lassen Salmonellenverdacht aufkommen. Dann muss das Häuschen unbedingt gründlich desinfiziert werden.
Vogelfutter gibt es fertig zu kaufen. Aber auch unsere ungebeizten Samenreste, Getreidekörner, Haferflocken und zerkleinerte Kürbiskerne mögen die kleinen Gäste gern. Eine besondere Delikatesse sind Sonnenblumenkerne. Rotkehlchen, Drosseln und Zaunkönige bevorzugen dagegen Weichfutter.

 

W.D.K