KLEINGÄRTNERVEREIN TANNENBERG-ALLEE E.V.
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Mitglied des Bezirksverbandes Hannover der Kleingärtner e. V.

 

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Unser Garten im August 2019

 

Sommerschnittmaßnahmen
Mit den Sommerschnittmaßnahmen hat man die Möglichkeit, Fehler des letztjährigen Winterschnittes bzw. des Baumaufbaues elegant zu korrigieren und akuten Fehlentwicklungen entgegenzuwirken. Gleichzeitig können stark wachsende Bäume beruhigt werden. Der Sommerschnitt kann bei allen stark wachsenden Baum- und Strauchobstarten angewendet werden.
Ausnahmen: Kein Sommerschnitt bei zu schwachem Wachstum, kein Sommerschnitt bei hoher Sonneneinstrahlung und Hitze - Sonnenbrandgefahr! In Jahren mit stärkerem Feuerbrandbefall sollte bei Wirtspflanzen dieses Bakteriums wie Apfel, Birne oder Quitte kein Sommerschnitt durchgeführt werden.

Monilia-Spitzendürre
Bei Kirschen kann es in nächster Zeit zu ersten Infektionen durch den Erreger der Monilia-Spitzendürre kommen: Hierbei infiziert der Schadpilz Monilinia laxa seine Wirtspflanzen über die Blüte. Erhöhte Infektionsgefahr besteht vor allem dann, wenn es zur Blütezeit der Kirschen kühl und regnerisch ist. Bei Befall sterben Blüten, Blätter und Triebe schon kurz nach der Blüte ab: Betroffene Triebspitzen sehen anschließend wie verdorrt aus, daher der Name Spitzendürre. Besonders anfällig sind Sauerkirschen, insbesondere die Sorte Schattenmorelle. Darüber hinaus können aber auch Süß- und Zierkirschen, Mandelbäumchen sowie Aprikosen und Pfirsiche befallen werden. Abgestorbene Triebteile einschließlich der Blütenbüschel bleiben oft noch bis über den anschließenden Winter hinweg weitgehend unverändert an den Ästen hängen. An ihnen überwintert der Pilz später dann auch.
Sollte es zu einem Befall gekommen sein, ist es deshalb zunächst sinnvoll, abgestorbene Triebspitzen bis deutlich ins gesunde Holz zurückzuschneiden: Der Rückschnitt kann schon kurz nach der Blüte erfolgen, spätestens ist er jedoch nach der Ernte durchzuführen. Generell sollten gefährdete Bäume sehr luftig und gut ausgeschnitten werden, um ein rasches Abtrocknen zu fördern und die Ausbreitung des Pilzes zu verhindern. Ein sonniger, luftiger Standort wirkt befallsreduzierend.

Gladiolen
Einlagerung von Dahlienknollen und überwintern
Warten Sie mit dem Einlagern der Dahlienknollen ab, bis der erste Frost Blüten und Blätter vernichtet hat. Je später die Knollen aus dem Boden geholt werden, desto sicherer überwintern sie. Achten Sie darauf, dass die Knollen weder Sonne noch Wind ausgesetzt und gut abgetrocknet sind, bevor Sie sie in einem feuchten, kühlen Keller (5 °C) einlagern.

Knoblauch
Von Mitte des Monats an können Knoblauchzehen gesteckt werden. Dabei verwendet man so genannten Winterknoblauch, der gegenüber dem kälteempfindlicheren Frühjahrsknoblauch größere Zwiebeln liefert. Knoblauch aus dem Gemüsegeschäft ist für den Winteranbau nicht geeignet, denn dieser stammt meist aus Südeuropa und ist wenig kälteverträglich. Die Zehen werden etwa 5 Zentimeter tief in lockere, humose Erde gesteckt – mit einem Abstand von 10 Zentimetern und einem Reihenabstand von 30 Zentimetern. Im Mai sollte für eine ausreichende Bodenfeuchte gesorgt werden. Die Ernte erfolgt Ende Juli. Aber schon im Juni beginnt das Laub meist zu vergilben; dennoch sollten die Zwiebeln für eine gute Lagerfähigkeit noch im Boden verbleiben und gut ausreifen können. Bei Knoblauch wird eine weite Fruchtfolge von etwa vier bis fünf Jahren empfohlen, auch zu anderen Zwiebel-Arten.
Im Gemüsegarten
werden Kräuter wie Petersilie, Zitronenmelisse, Schnittlauch, Pfefferminze, Salbei oder Thymian zum letzten Mal beerntet. Je nach Art und Verwendungszweck kann man die Kräuter durch Trocknung oder Einfrieren haltbar machen. Schnittlauch kann man auch ausgraben, durchfrieren lassen und im Winter auf der Fensterbank zum Frischverzehr antreiben. Tomaten und Kürbisse werden nun in einen kühlen, aber frostfreien Raum geholt. Beide Arten reifen so langsam nach und können auch nach vielen Wochen gut verwendet werden. Kopfsalat, Kohlrabi und Blumenkohl müssen vor dem ersten Frost geerntet werden. Leichte Fröste überstehen sie aber auch unter schützender Folie. Ohne Folie kommen Wurzelgemüse, Weiß- und Rotkohl sowie Wirsing aus. Frostharte Gemüsearten wie Rosenkohl, Grünkohl, Zuckerhutsalat und Porree können im Garten bleiben und je nach Bedarf beerntet werden.
Der Herbst ist die richtige Zeit, eine Bodenprobe zu entnehmen und den Boden auf seinen Nährstoffgehalt hin untersuchen zu lassen. Das Ergebnis hilft im nächsten Jahr bei der optimalen Nährstoffversorgung des Bodens, spart Dünger und schont so Umwelt und Geldbörse.


Vogelhaus

Nistkästen reinigen
Wenn Sie im Garten Nistkästen für Vögel aufgehängt haben, ist jetzt ein günstiger Zeitpunkt, um sie zu reinigen. Gleich wieder aufgehängt wird sie vielleicht manch ein gefiederter Gartenfreund als Winterbehausung nutzen.

Quittenernte
Wichtiges Kriterium für den Erntezeitpunkt von Quitten ist der vollzogene Farbumschlag der Schale von Grün nach Gelb und ein deutlicher Rückgang des Filzüberzuges. Generell sollten Quitten nicht zu spät geerntet werden, da sonst mit Fleischbräune zu rechnen ist.

Raupenleimringe
Die Frostspanner richten im Frühjahr an Obstgehölzen (außer Pfirsich) oft großen Schaden an. Die sehr gefräßigen Raupen sind leicht an ihrer typischen Fortbewegung mit einem „Katzenbuckel“ zu erkennenUm im nächsten Frühjahr die Schäden möglichst gering zu halten, muss ab Oktober mit den ersten Maßnahmen begonnen werden. In dieser Zeit fliegen die kleinen graubraunen männlichen Falter durch die Bäume. Auch die flugunfähigen Weibchen sind unterwegs und versuchen am Stamm der Bäume emporzukriechen, um an den Knospen ihre Eier abzulegen.

Werden die Baumstämme mit Leimringen (im Fachhandel erhältlich) umwickelt, bleiben die Weibchen daran hängen und sind an der Eiablage gehindert.Der Leimring muss ganz dicht anliegen, damit die Tiere nicht unter dem Ring am Stamm emporklettern können. Auch Stützpfähle sind zu umwickeln. Die Leimringe müssen spätestens im Februar entfernt werden, weil ansonsten auch nützliche Insekten, die am Stamm hochklettern, in die Falle gehen. Nach dem Abnehmen ist der Stamm unterhalb des Leimringes auf evtl. Eiablage zu kontrollieren und die Eigelege mit einer Drahtbürste zu entfernen

Braune Spannerraupe

braune Spannerraupe

Lavendel zur richtigen Zeit schneiden: Lavendel zählt zu den sogenannten Halbsträuchern. Das bedeutet, im unteren Bereich verholzen die Triebe, während sie im oberen Bereich krautig und grün bleiben. Damit Lavendel mit der Zeit nicht von unten her verkahlt, schneiden Sie ihn zweimal im Jahr, einmal im Frühjahr und einmal im Sommer nach der Blüte. Beim Sommerschnitt genügt es, wenn Sie nur die Blütenstände entfernen und die Triebspitzen stutzen. Beim Frühjahrsschnitt werden die Pflanzen dann etwa um die Hälfte eingekürzt.

Paprikaernte:
Wenn Sie am liebsten süße und zarte Paprika essen, dann warten Sie mit der Ernte so lange, bis die Schoten vollkommen ausgefärbt sind. Ernten Sie nach Möglichkeit morgens, denn dann sind die Früchte am knackigsten. Um die Pflanzen nicht zu beschädigen, reißen Sie die Früchte nicht mit der bloßen Hand ab, sondern benutzen Sie ein scharfes Messer oder eine Schere.

 


W-D.K